Presse

Songlines - August 2021

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LUCIANO BIONDINI/KLAUS FALSCHLUNGER – „ONCE IN A BLUE MOON“

Rezension bei Fidelity - Music und HiFi Nr 55 - 03/2021

Seit Ravi Shankar Ende der 1960er Jahre die Sitar im Westen populär machte, ist sie ein Symbol globaler Musikkultur. Ihrem singenden, schwirrenden, silbrigen Sound werden heilende Kräfte nachgesagt. Der Österreicher Klaus Falschlunger hat vor über 25 Jahren die Sitar für sich entdeckt und das Instrument u.a. in New Delhi und Varanasi studiert. Falschlunger gilt heute als einer der versiertesten Sitarspieler Europas. Sein Duopartner ist der italienische Akkordeonist Luciano Biondini, eine unüberhörbare Stimme im europäischen Jazz. In Biondinis reicher Diskografie finden sich Aufnahmen mit Enrico Rava, Rabih Abou-Khalil, Michel Godard, Tony Scott und vielen anderen. Die Kombination von Sitar und Akkordeon ist ungewöhnlich, wenn nicht einmalig. Obwohl es zwei grundverschiedene Instrumente sind, können sie klanglich zur Einheit verschmelzen und einander strukturell ergänzen. „Once In A Blue Moon“ bietet ein virtuoses Fest der Improvisation – lustvoll, flink, mitreißend und mit magischer Kraft. Die Stücke – sieben von Falschlunger, eines von Biondini – bewegen sich zwischen indisch und mediterran, Modus und Harmonie, Bordun und Riff. Man kann sich als Hörer für die spieltechnischen Finessen begeistern oder einfach im tänzerischen, nahezu orchestralen Flow untertauchen. Schreibende Kollegen berichten von „unbeschreiblichen Glückgefühlen“. Nach 40 Minuten ist das Album zu Ende. Man wünscht, es würde 40 Stunden dauern.

Hans-Jürgen Schaal

 

 

LUCIANO BIONDINI/KLAUS FALSCHLUNGER – „ONCE IN A BLUE MOON“

Rezension von Ruedi Ankli bei JAZZ 'N' MORE, März/April 2021, 4 von 5*****

Der bemerkenswerte Aufstieg des Akkordeons als vollwertiges Instrument im Jazz hat mit Persönlichkeiten wie Richard Galliano, Luciano Biondini und Vincent Peirani zu tun, Musikern, die auch den Dialog über die Jazzwelt hinaus suchen. Die Begegnung der indischen Sitar und des Akkordeons am Jazzfest Villingen 2020 war ein Novum. Nun legen der österreichische Sitar-Spieler Falschlunger und der italienische Akkordeonist Biondini mit ”Once in a Blue Moon” eine erste CD vor, die neugierig macht. Die acht Songs aus der Feder Falschlungers bilden für Biondini eine prächtige Gelegenheit, sein Improvisationsgenie zu entfalten. Er ist kein Neuling, wenn es um orientalische Musik geht. So bildete er während Jahren ein starkes Rückgrat der Band von Rabih Abou-Khalil. Den meditativen Motiven Falschlungers auf Songs wie ”Incredible World” setzt er rhythmische Strukturen entgegen, nicht nur auf ”Sweet & Salty”, ”Timelines” oder ”Powerplay”. Wie das Piano kann auch das Akkordeon quasi als Einmannorchester auf verschiedenen Ebenen benutzt werden. Dass auch die Sitar ein ziemlich orchestral determiniertes Instrument ist, führt hier zu einer beeindruckenden Art von ”Zweimann- Orchester-Verschmelzung”, die neue Akzente setzt im Diskurs zwischen Ost und West, zwischen meditativ und swingend.

 

 

So nah und doch so fern von Berthold Merkle

Das erste Konzert von „Jazzin' the Black Forest“ fordert viel von den Zuhörern….aber dann Traumtöne von Akkordeon und Sitar mit dem ungewöhnlichen Duo Biondini und Falschlunger.

Ganz anders das Duo aus Akkordeon und Sitar. „Once in a Blue Moon“ nennen der italienische Akkordeonist Luciano Biondini und sein österreichischer Kollege an der Sitar, Klaus Falschlunger, ihre Musikformation... Auf der schwarz behängten Bühne mit der stimmungsvollen roten Beleuchtung breitet das Duo seine Traummusik aus. ... Von Beginn an bereitet dieses Spiel ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Dabei ist die Musik von Biondini und Falschlunger nicht einfach oder gar gefällig. Doch die beiden verstehen es prächtig, auch eng konstruierte Tongebilde in eine leicht fassbare Form zu geben. Schwebend kommen die Klänge daher und werden mal verwoben, mal entwirrt. So lassen die beiden Musiker eine märchenhafte Atmosphäre entstehen. Dieser Magie kann sich keiner entziehen.

Keine Grenzen

Gerade diese Kombination eröffnet ungeahnte Möglichkeiten und Biondini und Falschlunger greifen alles freudig auf. Grenzen zwischen den Genres kennen sie nicht. Ob Pop, ob Rock oder Folk – das Akkordeon nimmt alles an und die Sitar legt noch einen drauf. Französische Musett-Melodien vom Akkordeon treffen auf den singenden Klang der Sitar. Der Osten und der Westen, sie sind beide da. Vereint im Zusammenspiel und im Gegensatz. Überhaupt ist es faszinierend, wie sich die beiden Instrumente ergänzen und gemeinsam immer wieder neue Klangkörper schaffen. Es gibt keinen Herren und keinen Knecht. Mal führt das Akkordeon an, mal die Sitar. Es ist wie ein Zwiegespräch zwischen den beiden Akteuren.

Überraschende Resultate

Die Abwechslung schafft Spannung und bringt überraschende Resultate. Darüber sind die Zuhörer ein ums andere Mal völlig entzückt. Wenn ein Stück so harmonisch und gefühlvoll endet, wie es viele, viele Tonfarben zuvor begonnen hat, dann weht der stürmische Applaus hinauf auf die Bühne. Sogar Begeisterungsrufe sind zu hören und die Musiker lächeln glücklich darüber hinweg.
Das schönste Märchen ist einmal vorbei. Eine Zugabe lässt das Glück noch ein bisschen da – und am Ende bleibt ein Publikum zurück, bei dem die zauberhaften Klänge noch lange nachwirken.

Konzertrezension Jazzfest Villingen September 2020
www.nq-online.de/lokales/so-nah-und-doch-so-fern_50_111928458-16-.html

 

 

LUCIANO BIONDINI/KLAUS FALSCHLUNGER – „ONCE IN A BLUE MOON“

Rezension bei music austria, 17.November 2020

LUCIANO BIONDINI (Akkordeon) und KLAUS FALSCHLUNGER (Sitar) können wohl ohne Zweifel als wahrliche Meister ihres Faches betitelt werden. Beide haben ihr Spiel am Instrument und dessen kreativer Einsatz in verschiedensten Genres zur Perfektion getrieben. Nun zeigen sie uns mit dem aktuellen Programm „Once in a Blue Moon“ (ATS-Records), wie sich die musikalischen Welten von indischen, europäischen und amerikanischen Kulturkreisen vereinen lassen, und dabei gleichzeitig ein ganz eigenes träumerisches Klangbild schaffen.

Aufgewachsen mit Jazz, Pop und Rock, entdeckte der Österreicher Klaus Falschlunger bei ausgedehnten Reisen in Asien seine Leidenschaft für die Sitar und klassische indische Musik. In weiterer Folge absolvierte der Ausnahmemusiker Studien in Neu Delhi, Varanasi und Wien, und etablierte sich zu einer derIkonen der europäisch-indischen Musikwelt. Gefeierte Auftritte in Europa, Indien und den USA sowie zahlreiche Kollaborationen mit internationalen Künstler*innen zählen ebenso zu Falschlungers Alltag wie regelmäßige CD-Veröffentlichungen mit unterschiedlichsten Projekten. Nicht minder beeindruckend liest sich der musikalische Lebenslauf von Luciano Biondini. Der Italiener widmet sich seit seinem zehnten Lebensjahr dem Akkordeon, ist Gewinner einer Vielzahl von internationalen Musikpreisen, und kann ebenfalls auf verschiedenste Veröffentlichungen und kreative Zusammenarbeiten zurückblicken.

SÜSS UND SALZIG

Träumerisch, intensiv, neu und dann doch irgendwie vertraut. „Once in a Blue Moon“ begeistert durch eine originelle Fusion von populärmusikalischen Harmonien, Folklore aus Ost und West, und dem musikalischen Freiheitsanspruch des Jazz. So klingt u.a. der Opener „Incredible World“ schon fast nach einem rockigen Riff, welches durch die von Akkordeon und Sitar geschaffene Klangwelt, sowie ungewöhnliche rhythmische Motive, unfassbar kraftvoll und spannend wird. Andere Passagen rücken wieder den folkloristischen Aspekt in den kompositorischen Vordergrund, was den kreativen, kulturellen Austausch zwischen Biondini und Falschlunger noch deutlicher hörbar macht. Dieser Austausch bzw. auch die Fusion von Genres und Stilistiken wird zwar oft propagiert, aber nur selten künstlerisch wertvoll gelebt. Dies ist hier hörbar gelungen!.

Fazit: Wer eine meditative und gleichzeitig spannende musikalische Reise durch die Welt machen möchte, sollte sich „Once in a Blue Moon“ nicht entgehen lassen!

Alexander Kochman

www.musicaustria.at/luciano-biondini-klaus-falschlunger-once-in-a-blue-moon/

 

 

Schorndorfer Nachrichten - Oktober 2019

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„kunstbox“ 6/2019

Wie man Osten und Westen gleichzeitig bereisen kann...

  • Jazz ist eine universale Sprache, das bewiesen einmal mehr der österreichische Musiker Klaus Falschlunger und der italienische Akkordionist Luciano Biondini bei einem Gastauftritt im Seekirchner Emailwerk. Sie schaffen es, so spezielle Instrumente wie die Sitar und Akkordeon auf der Bühne zu einem gemeinsamen tonalen Verständnis zu verschmelzen. Die beiden stellen sich der Herausforderung, die Quellen ihrer musikalischen Identität und Herkunft nach und nach zu verdichten - so entsteht ein ganz eigenständiger Sound und oft sehr beeindruckende, wunderschöne Klangfarben.
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  • Möglich machen das die grenzenlose Neugier der beiden Virtuosen und der ständige Drang, gemeinsam kreativ Neuland zu betreten. Bei aller Intensität und Tiefe kommt das Ergebnis aber mit einer derartigen Leichtigkeit daher, dass man meinen möchte, Falschlunger und Bondini sind schon seit Jahrzehnten aufeinander eingespielt wie ein altes Ehepaar. Das Gegenteil ist der Fall, auf die Frage, wie lange spielt ihr schon zusammen, kam die verblüffende Antwort: Seit März, also gerade mal vier Monate. Die Besucher wurden bei diesem mitreißenden Konzert auf eine Reise mitgenommen durch die westlichen und östlichen Musikhemisphären der Welt - am Ende kamen sie wieder glücklich und zufrieden im Salzburger Seengebiet an. Ein Highlight der Saison.
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  • Konzertrezension vom Juni 2019:
  • https://www.kunstbox.at/nachlese/wie-man-osten-und-westen-gleichzeitig-bereisen-kann/

 

„Concerto“-Magazin 2/2019

(…) Falschlunger gilt längst als einer der besten Sitarspieler Europas. Mit seinem neuen Trio „Eastend“ beschreitet er nun neue Wege.

 

Klaus Falschlunger und IndianAir bei der Ö1 Jazznacht

 

„Concerto“-Magazin 2/2016 über „Sitar Diaries“

Der 47-jährige Tiroler gehört zur absoluten Elite europäischer Sitar-Virtuosen. Er studierte in Neu Delhi und Varanasi. Mit diesem Werk geht er weit über die Grenzen hinaus und verflechtet klassisches Sitarspiel mit Jazz, Folk und Pop. Zudem lotet er die orchestralen Möglichkeiten des Instruments aus ...

 

"Folker"-Musik-Magazin 2/16 über "SitarDiaries"

...Die zwölf Tagebucheintragungen des österreichischen Sitarmeisters sind mitnichten indische Klassik, sondern vielmehr genreübergreifende, virtuose Kabinettstücke für ein Soloinstrument.....

 

„Ein Tiroler und seine Liebe zu Sitar“ von Carsten Beyer im Deutschland-Radio am 28.1.2016

... Einer der bekanntesten europäischen Sitar-Virtuosen, der Österreicher Klaus Falschlunger, hat vor kurzem ein neues Album mit dem Titel "Sitar Diaries" veröffentlicht. Es ist eine Hommage an sein Instrument ...
Heute spielt er seine ganze eigene Musik – irgendwo zwischen Jazz, instrumentalem Pop und klassischen indischen Ragas ... Eine faszinierende Musik, die sich nicht in ein beliebiges Pop - oder Rockschema pressen lässt und die viel Raum für Klangexperimente bietet.

 

MICA – MUSIK-INFORMATION-CENTRE-AUSTRIA VON 17.12.2015

KLAUS FALSCHLUNGER – „Sitar Diaries“

Der Großmeister des europäischen Sitarspiels, KLAUS FALSCHLUNGER, sorgt mit seiner neuen Doppel-CD „Sitar Diaries“ (einklang records) für einen Hauch Indien in österreichischen Weltmusik-Regalen. Namaste!

Der Tiroler Künstler studierte sein Handwerk in Indien und Wien und lässt Westliches sich paaren mit Östlichem, wie es ihm in den meisterlichen Fingern liegt. Die meditativen Klänge eines der berühmtesten Saiteninstrumente des asiatischen Kontinents verfrachten einen unweigerlich in eine Stimmung von „1001 Nacht“.

Indische Ragas, Elektrobeats und Funk

Auf der zweiten CD befinden sich neun Mixes der Songs, die elektronisch in neue Klangbeete integriert wurden. An den Mixern tummeln sich dabei Morten H. Steinheim, Vincenz Stergin, Jørn-Arild Grefsrud, Alex Mayer, The Waz Exp. & Mr. Kju, Harry Triendl, HP. Hoeger und Werner Moebius.

Die Antwort liegt im „Konnakol“

Das mehr oder weniger auch an Österreichs Musikhochschulen (im Ansatz) gelehrte Takatimi-Rhythmussystem, das auf der CD manchmal durchklingt, sorgt für die nötige Präzision, ohne die die Energie, welche die Kraft solcher Musik entfesselt, gar nicht entstehen könnte.

Der Tonträger „Sitar Diaries“ enthält einen Reigen an abenteuerlich zauberhaften Instrumentalkompositionen!

Alexandra Leitner

 

Andreas Felber präsentiert die CD „Sitar Diaries“ in den Ö1 Spielräumen am 15.1.2016

…Der aus Innsbruck stammende Klaus Falschlunger ist einen Schritt weiter gegangen: Nach Studien in New Delhi und Varanasi gilt er als einer der wenigen europäischen Virtuosen der Sitar. Im Rahmen des Solo-Opus "Sitar Diaries" erprobt er die orchestrale Wirkung des Instruments.

 

Artikel in Indien Aktuell - Mai 2015

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Mole - 2015

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Ebersberger Nachrichten - 13.4.2015

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India Instruments über Klaus Falschlunger im Juli 2014

All diesen verschiedenen Projekten ist eine große Originalität gemeinsam. Mit solider klassischer Technik, Experimentierfreude, Intuition und kongenialen Partnern geht Klaus Falschlunger kreativ immer wieder neue Wege. Autodidaktisch und mit Notensoftware hat er sich das Komponieren erschlossen und schreibt heute in seinen Stücken nicht nur die eigenen Sitarmelodien, sondern auch die Stimmen für alle anderen Instrumente. Das kann mal eher jazzig daherkommen, mal in Richtung Neue Musik gehen oder auch mal entspannt nach Lounge klingen. Was man bei ihm aber nicht findet, ist billiger Pop oder das Bedienen von Indienklischees. Immer bleibt die Musik künstlerisch anspruchsvoll, differenziert und komplex, ohne dabei elitär und unzugänglich zu werden. Es ist kein Spiel für den Elfenbeinturm sondern für ein lebendiges Miteinander.

 

Konzertkritik von Horst Blume beim Sitar-Musik-Festival in der Indischen Botschaft Berlin am 7.11.2013

Recht wagemutig präsentierte das "Duo Avant Rag" mit Klaus Falschlunger (Sitar) und Clementine Gasser (5-Saiten Violoncello) ihre Kompositionen. (...)

Jenseits eingefahrener Hörgewohnheiten konfrontierte das Duo die ZuhörerInnen mit einer ungewöhnlich subversiven Synthese aus indischer klassischer Musik und den westlichen Musiktraditionen von Barock, Jazz und Avantgarde. Es handelte sich hierbei nicht um das bei "Fusionen" bedauerlicherweise oft praktizierte abwechselnd hintereinander abspielen der einzelnen west/östlichen Passagen, sondern um eine beständige und unmittelbare Interaktion zwischen Violoncello und Sitar. Bei dieser tatsächlichen Verschmelzung entstanden innovative und ausdruckstarke Klanginstallationen. Diese waren sicherlich ungewohnt, aber für konzentrierte und aufgeschlossene ZuhörerInnen mit großem Gewinn anzuhören.